TischdekorationAuch bei der zweiten Trauung oder vielleicht gerade bei dieser Gelegenheit sollte man die Dekoration für das Jubiläumsfest nicht zu kurz kommen lassen. Ein perfekt dekorierter Tisch ist in jedem Fall ein echtes Highlight!
Werden ein paar Grundregeln beachtet, kann man seiner Fantasie bei der Ausgestaltung des Tischschmuckes freien Lauf lassen. Die erste und wichtigste Regel bezieht sich auf die Größe der Dekoration: Nichts darf das Gespräch der Gäste stören. Blumengestecke dürfen also nur so hoch sein, dass jeder sein Gegenüber gut sehen kann. Hier liegt übrigens der Grund für die meist längliche und flache Form der Blumengebinde. Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Dekorationsgegenstände. Außerdem ist es besser, von vornherein so zu dekorieren, dass alles auf dem Tisch stehen bleiben kann, wenn das Essen serviert wird. Es wäre doch schade, wenn der Hauptgang nur Platz findet, wenn die Dekoration weicht.
Soll es ein rustikales Hochzeitsmahl werden, kann man darüber nachdenken, auf die Tischtücher ganz zu verzichten. Zumindest, wenn die Tische es zulassen. Die müssen aber weiß Gott nicht makellos sein, nur eben zum Stil der Feier passen. Oder es kommen statt der weißen Leintücher einfach Kartoffelsäcke auf die Tische. Saubere, versteht sich. Rupfen tut es natürlich auch. Die Blumen werden dann einfach zu kleinen Sträußchen gebunden und auf den Tischen verteilt. Im Sommer können Obst und Gemüse diese Dekoration hervirragend ergänzen und im Herbst macht sich Stroh ganz vortrefflich. Einfache Tongefäße sind als Kerzenhalter eine ausgezeichnete Ergänzung und wer mag, bringt an den Ecken der Tische niedliche Vogelscheuchen aus Rupfen an.

Ganz anders, nämlich nobel und ausgewählt, ist der folgende Vorschlag. Die Grundlage sollte weiße oder cremefarbene Tischwäsche sein. Kombiniert mit glänzenden Silberleuchtern, edlem Porzellan und passenden Stoffservietten macht das schon eine Menge her. Asiatisch anmutende Blumengestecke passen besonders gut in dieses stilvolle Ambiente. Doch einzigartig wird auch eine solch luxuriöse Tischausstattung erst durch die guten Ideen der Gastgeber. Wie wäre es mit einem farbigen Tischband und passenden Schleifen rund um die Tischplatte? Zu klassisch?
Nun gut, dann herunter mit den guten Silberleuchtern. Wenn es nicht rustikal und nicht edel sein soll, dann vielleicht gleich der Sternenhimmel. Über die dunkelblaue Tischwäsche wird locker changierende Folie gelegt und bevor der Tisch gedeckt wird, werden Unmengen kleiner phosphoreszierender Sterne darüber gestreut. Aus gelber Pappe - wenn es geht, sollte sie glänzend sein - werden Sterne und Sternschnuppen geschnitten, deren Mitte ausgeschnitten und mit einem Teelicht bestückt wird. Der Mond ist natürlich für das Center Piece reserviert. Die Blumen sollten gelb und sternförmig sein und nicht zu aufwendig gebunden werden.
Für romantische Gemüter ist eher eine gute Portion Romantik geeignet. Auf einen romantischen Tisch darf alles, was Schnörkel aufzuweisen hat - aber alles wohl dosiert, denn im Übermaß wird die Romantik leicht zum Kitsch. Damasttischdecken und -servietten, hauchdünne Metallfäden, in deren Gespinst Blüten gestreut werden und zarte Myrte in den Gestecken schaffen eine gefühlsbetonte Atmosphäre. Warme Farben oder Pastelltöne sollten tonangebend sein und Wärme ausstrahlen.
Stil - eine Frage der PersönlichkeitDas wichtigste an jeder Tischdekoration ist jedoch, dass sie zum Brautpaar passt. Niemand sollte sich irgendeiner Mode anpassen, die ihr oder ihm nicht entspricht. Besser ist es allemal, sich den Tisch zu kreieren, der zu einem passt und an dem man gerne feiert!
Eine gute Faustregel für den Umfang der Dekoration ist diese: in der Tafelmitte steht das Center Piece, das Hauptstück der Dekoration. Es ist das Herz des Tischschmuckes und darf ruhig etwas umfangreicher sein. Der Rest der Tafel ist gut geschmückt, wenn zwischen jeweils vier Plätzen eine kleinere Dekoration plaziert wird. Es versteht sich von selbst, dass alles harmonisch aufeinander abgestimmt ist. Das gilt natürlich auch für die Umrandung, die die Plätze des Brautpaares ganz besonders hervorhebt.
Makellos ist eine Dekoration natürlich, wenn sie einerseits mit dem Brautstrauß und andererseits mit den räumlichen Gegebenheiten harmoniert. Deswegen geht, wie bei Allem rund um die Hochzeit, nichts über eine gute und rechtzeitige Vorbereitung. Die aber kann man sehr genießen, denn es ist ein Vergnügen, aus lauter schönen und attraktiven Dingen ein ideenreiches Ganzes zu komponieren. Das fängt bei der Tischwäsche an und hört bei den Kerzen noch lange nicht auf. Von luxuriös über traditionell bis ländlich reicht die Palette der Möglichkeiten. Gut ist dran, wer sich schon über die Stilrichtung im Klaren ist.
Vielleicht soll es ja eine Themenhochzeit werden. Wenn an der See maritim gefeiert wird, machen sich blaue Tischdecken immer gut. Weiß und Gold sind dann die passenden Ergänzungsfarben. Kleine Modellschiffe kreuzen auf dem Tischtuch, statt konventioneller Kerzenständer sorgen kleine Schiffslampen für eine angenehme Beleuchtung und das Herzstück des Center Piece könnte eine echte Schiffsglocke aus Messing sein. Wer Spaß daran hat, faltet die Servietten in Form kleiner Schiffchen. Eine wahre Fundgrube für die maritime Hochzeitsdekoration sind die Souvenirläden in Küstennähe. Da lässt sich eine Menge skurriler Dinge einem neuen Zweck zuführen. Eine ähnliche Vielfalt der Möglichkeiten bietet fast jede Themenhochzeit. Motorradbräute greifen in die Werkzeugkiste und finden kleine Motorräder im Spielzeugladen, und wer in der Nähe der Lorelei lebt, lässt vielleicht langes blondes Engelshaar über rauhe Steine wallen.